Kürbis-Rote Bete-Quiche

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Meine Familie hasst mich. Weiß ich seit heute. Also, ganz genau genommen hasst sie weniger mich als vielmehr meine Kürbis-Obsession. Hier wird nämlich familienintern behauptet, ich würde von Anfang September bis Ende Februar zum Frühstück, Mittag- UND Abendessen irgendwas mit Kürbis zu mir nehmen. Pffftttt… Die spinnen alle! Nur, weil ich mal HIN UND WIEDER ein leckeres Kürbis-Rezept ausprobiere. Oder einfach Ofen-Kürbisspalten direkt vom Blech esse. Oder Kürbis auf meinen Flammkuchen lege. Alles halb so wild. Aber wisst Ihr, wie lecker so ein paar geröstete Hokkaido-Schnitze auf einem frischen Salat sind? Vielleicht noch ein bisschen Ziegenkäse und ein paar KÜRBISkerne dazu? Hach… Also, ich finde, von Obsession kann man da wirklich nicht sprechen. Zum Frühstück habe ich wirklich erst einmal was mit Kürbis gegessen, und daran war eindeutig Mr. aufgegabelt Schuld, weil der nämlich den Auftrag hatte, eine Honigmelone zu kaufen. Was er brachte, war ein riesiger Butternut-Kürbis! Konnte ich nicht umkommen lassen, habe ich eben Kürbis-Pfirsich-Marmelade gekocht. War sehr lecker…

Übrigens, nachdem man hier familienintern den ganzen Nachmittag auf mir herumgehackt hat, habe ich trotzdem wie geplant eine köstliche Quiche mit Kürbis, Roter Bete, Rucola und Feta zum Abendessen gemacht. Und jetzt ratet mal, wer unbedingt was davon abhaben wollte? ^^

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Für den Teig: (wer wenig Zeit hat, darf gekauften Mürbeteig nehmen, dieser hier geht aber recht einfach und flott und der Rand wird herrlich knusprig)

200 g Mehl

125 g Magerquark

75 g sehr kalte Halbfettbutter oder -margarine

1/2 TL Salz

Alles mit den Knethaken des Handgerätes zu einem Mürbeteig verrühren. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand etwas einfetten. Teig zu einer Kugel formen, diese platt drücken, in die Form legen und mit den Händen so hineindrücken, dass der Boden bedeckt ist und noch ein etwa 3 Finger breiter Rand hochgezogen werden kann. Kühl stellen.

Belag:

1/2 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis

etwas Öl

Scharfes Paprikapulver, Salz

1 Päckchen eingeschweißte Rote Bete

1 Handvoll Rucola

125 g Feta-Käse

3 Eier

1 Becher saure Sahne (200 g)

5 gehäufte Esslöffel Magerquark

Salz, Pfeffer, etwas Ras el Hanout (kann auch durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden)

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Kürbis waschen, Kerne mit einem Löffel herauskratzen, Fruchtfleisch in etwa fingergroße Stücke schneiden. In eine Schüssel geben, etwa 2 EL Öl drübergeben und mit Salz und Paprikapulver würzen. Gut schütteln, dann auf ein mit Backpapier belegtes Bech geben und im vorgeheizten Ofen fast weich rösten (darf ein bisschen braun werden).

Herausnehmen, Ofen auf 180 Grad runterstellen. Die Form mit dem Boden aus dem Kühlschrank nehmen. Rote Bete aus der Packung nehmen und auf Küchen krepp gut trocknen. In Scheiben schneiden. Die Kürbisstücke und Rote Bete-Scheiben auf dem Boden verteilen.

Eier mit saurer Sahne und Quark verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Ras el Hanout bzw. Paprikapulver würzen. Rucola von den Stielen befreien und in grobe Stücke schneiden, Feta klein würfeln und beides unter die Eiercreme rühren. Dann die Creme gleichmäßig auf dem Gemüse in der Form verteilen.

Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und ca. 40 Minuten backen.

Ich habe mir dazu aus dem restlichen Rucola, Olivenöl, ein paar Cashewkernen und etwas Salz mit dem Pürierstab ein kleines Pesto gemacht, das total gut gepasst hat. Die Quiche schmeckt aber auch ohne – ist ja schließlich Kürbis drin!!!!

 

 

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