aufgegabelt unterwegs: New York, 3. Teil – Greenwich Village, Harlem, Central Park und Allgemeines

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Von Williamsburg sind wir mit der Subway ins East Village gefahren, und das hat uns mal richtig gut gefallen. Wir sind kreuz und quer durch die netten Straßen gelaufen und in diverse Thrift- (zu „deutsch“ Second Hand) und sonstige Shops abgebogen. Auch die originale Coyote Ugly Bar (den Film kennt jeder, oder?) haben wir entdeckt, wo lauter BHs von der Decke hängen 😂 Hier tobt wirklich das Leben, und ich dachte, wenn ich mich entscheiden müsste, in welchem Teil von New York ich leben dürfte, wäre es wohl das East Village (weil ich mir Central Park West nicht leisten kann 😉). Und: Ich weiß jetzt endlich, warum die in meiner Jugend berühmten „Village People“, eine schwule Boygroup der ersten Stunde, so hießen; im East Village ist nämlich die Gay-Community zuhause.

 

Coyote Ugly – hier tanzen die Mädels auf dem Tresen

 

Im Village gibt es Second Hand Klamotten, die DEUTLICH teurer sind als alles, was ich First Hand kaufe…

 

Typischer Straßenzug im East Village

 

Unser weiterer Weg führte uns zum Union Square, wo wir durch Zufall das „Nordstrom Rack“ entdeckten, eine Art Outlet des Nordstrom-Geschäfts, wo man Markenzeug wie Prada-Sonnenbrillen und Michael Kors-Handtaschen wesentlich günstiger erstehen kann als normal. Es ist ein bisschen wie ein Nobel-TK Maxx, und wir sind für eine ziemliche Weile in der Sonnenbrillen- und Schuhabteilung verschwunden… TK Maxx gibt es in NY übrigens auch, nur dass es hier TJ Maxx heißt!

 

Valentino-Nerzschläppchen für 359 Dollar – reduziert von Achthundertirgendwas!

 

Nach dem East Village war am Ostersonntag das West Village dran. Ich habe meine Entscheidung, wo in New York ich wohnen wollte, definitiv nochmal geändert: West Village it is! Ein wunderhübscher Stadtteil ohne Wolkenkratzer, dafür mit entzückenden Townhouses in kleinen baumbestandenen Straßen.

 

Lost my heart to the West Village

 

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück bei Murray’s Bagels, wo die ganzen stylischen New Yorker am Feiertag nach ihrer Yoga-Class ihre Frühstücks-Bagels kauften,  haben wir uns durch die Straßen treiben lassen. Natürlich waren wir auch an dem Haus, in dem „Carrie Bradshaw“ in Sex & the City wohnt, und durch Zufall sind wir auch über das „Friends“- Haus gestolpert, obwohl ich die Serie nie gesehen habe. Sarah Jessica Parker wohnt übrigens tatsächlich mit ihrer Familie im Village, ebenso wie Julia Roberts.

 

Carrie’s Home – die Eigentümer sind mittlerweile genervt von den Touristen und haben unten an der Treppe eine Kette angebracht, damit sich nicht jeder Horst fürs Foto auf die Stufen setzt…

 

Das Friends-Mansion

 

Auch der Waverly-Place ist der Ort für eine Fernsehserie, irgendwas Teenie-mäßiges mit Selena Gomez

 

Nachdem wir uns schweren Herzens vom Village verabschiedet haben, war nochmal High Line angesagt, weil wir am ersten Tag „The Vessel“, den neuen Aussichtsturm, nicht angeschaut hatten. Zunächst haben wir es uns aber mal auf einer der Liegen auf der High Line gemütlich gemacht und nur Leute beobachtet. An The Vessel war dann die Schlange der Besucher so lang, dass wir nur von unten geschaut und fotografiert haben. Am Nachmittag sind wir dann „nur“ nochmal zum Times Square gelaufen, aber schnell von dort geflüchtet, weil völlig überfüllt, und dann zum Bryant Park.

 

Ich mag die Kunst auf der High Line!

 

The vessel – der etwas andere Aussichtsturm. Ich fand’s richtig cool!

 

Times Square – Werbung für alles, von Show bis Shoe…

 

Der Bryant-Park ist eine echte Oase mitten im geschäftigen Treiben von Manhattan

 

Der letzte Tag begann für uns mit einem Frühstück in Harlem, von dort sind wir zu Fuß nochmal kreuz und quer durch diesen wunderschönen Central Park gelaufen, bis unser Shuttle zum Flughafen uns am Hotel abgeholt hat. Ach nein, ein bisschen last Minute shopping gab es auch noch – Schuld war der Regen, der uns in einen Shop kurz vor dem Hotel trieb 😉

 

Harlem ganz stylish – die Feuertreppe Ton-in-Ton mit der Fassade

 

Das Jackie-O-Reservoir im Central Park mit der Skyline im Hintergrund

 

Das Guggenheim-Museum…

 

…und last but not least das Metropolitan Museum (haben wir aber nicht mehr von innen geschafft)

 

Hier ganz zum Schluss noch ein paar allgemeine Anmerkungen:

Ja, New York ist teuer! Selbst wenn man die Mahlzeiten eher imbissmäßig einnimmt und nicht dauernd ins Restaurant rennt, kostet essen gehen einiges mehr als zuhause. Und auch die Preise in den Supermärkten sind gesalzen, ein Paket Kekse kostete im Supermarkt bei uns an der Ecke schlappe 4-6 $. Gegessen haben wir gerne in solchen Health-Ketten wie Red Poke, Dig Inn oder Sushi von Wasabi. Shake Shack haben wir auch ausprobiert, hat uns als Vegetarier aber nicht vom Hocker gehauen, weil es nur einen Veggie-Burger mit einem recht zähen Portobello-Pilz-Patty gab.

 

Ein Essen von Red Poké ganz nach unserem Geschmack!

 

Mein Shopping Tipp für Sparfüchse sind die „Nordstrom rack“ stores, von denen es 2 in Manhattan und 2 in Brookyln gibt. Wir waren in dem am Union Square. Im ersten Moment kommt man sich vor wie früher beim Sommerschlussverkauf – bereits oben im Eingangsbereich war ganz schön was los. Hier findet man Sonnenbrillen aller großen Designer zu echten Kampfpreisen, gesichert von diversen Wachleuten. Im Untergeschoss gibt es dann Klamotten, Taschen und Schuhe sämtlicher Nobelmarken, ebenfalls dramatisch reduziert.

Auch in den „normalen“ Läden finden wohl mehr oder weniger permanent Sales statt, bei GAP gab es zum Beispiel 40 % auf alles, als wir dort waren. Wir haben uns shoppingmäßig aber ziemlich zurückgehalten, einfach, weil wir viel zu fertig waren, um noch großartig was anzuprobieren…

Wenn Ihr abends noch Kraft habt und eine der Shows besuchen, aber nicht Unsummen dafür bezahlen wollt, könnt Ihr Euer Glück bei einer der Broadway Lotterien versuchen. Jeden Tag werden auf https://lottery.broadwaydirect.com eine bestimmte Anzahl Tickets zu stark ermäßigten Preisen verlost. Mitmachen könnt Ihr immer ab 19 Uhr abends für den nächsten Tag. Ich habe mir sagen lassen, die Chancen seien ganz gut. Wir hatten kein Glück, war aber nicht wirklich schlimm (wegen fertig…). Das einzige, was ich wirklich gern gesehen hätte, wäre „Harry Potter and the cursed child“ gewesen – leider bis Januar nächsten Jahres ausgebucht. Dass es auch dafür eine Lotterie gab (https://www.harrypottertheplay.com/uk/the-friday-forty/), habe ich leider erst in NY gesehen, und man hätte vorher mitmachen müssen, um Tickets für Freitags zu gewinnen.

New York ist laut, immer und überall! Nehmt euch Ohropax oder andere Ohrenstöpsel für nachts mit! Unser Hotel lag zwar echt ruhig (für New York) am Central Park, aber es gibt immer ein gewisses Grundrauschen von den gewaltigen Klimaananlagen, und überall fährt mehrmals pro Nacht unter lautem Sirenengeheul irgendein Einsatzfahrzeug vorbei.

Unser Hotel war das Hudson Hotel am Columbus Circle (Upper Westside). Es lag sehr nah an der unteren linken Ecke des Central Parks und in angenehmer Laufweite nach Midtown, also zum Times Square etc. Die nächste Subwaystation am Columbus Circle war 4 Minuten zu Fuß entfernt. Rundherum gab es reichlich Gastro und Geschäfte. Das Hotel ist wie die 25 Hours Hotels relativ stylish, aber irgendwie dunkel (also nix für Leute, die etwas altersschwachsichtig sind). Die Zimmer waren sauber, aber winzig (was wohl in New York Standard ist). Wir hatten nur einen „Standard Room“, es hätte aber für mehr Geld auch etwas größere Zimmer gegeben. Das Bad hatte sportliche 2 qm, aber tatsächlich eine Walk-in-Dusche und genügend Ablagen. WLAN war im Preis und funktionierte gut. Wir haben über Expedia für Hotel und Flüge (Lufthansa) für 2 Personen insgesamt 2.500 Euro bezahlt, dazu kamen noch die örtlichen Steuern und Hotel Feed von umgerechnet etwa 230 Euro insgesamt.

 

Die New Yorker sind echt die coolsten!

 

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