Brot und Brötchen ohne Mehl

Brot ist zwar wahnsinnig lecker, aber leider nicht immer so richtig gut für uns. Die einen kämpfen mit einer Gluten-Unverträglichkeit, bei anderen (und zu denen gehöre ich leider) setzt sich das „normale“ Brot sofort und ohne Umwege auf die Hüften. Schade eigentlich, denn so ein Scheibchen frisches Brot nur mit Butter und Salz drauf ist schon was Feines. Und wenn man Hunger hat, ist es eben doch leichter, sich mal schnell ’ne Stulle zu schmieren, als erst eine gesunde Gemüsepfanne zu kochen. Daher kann man auf Brot nicht komplett verzichten, ich jedenfalls kann das nicht.  Was also tun, wenn man weiß, dass einem das gekaufte Brot nicht gut tut, nicht mal das „gesunde“ Vollkornbrot? Ganz einfach: Man macht es selbst. Und dazu nimmt man kein Mehl, sondern, tadaaa: Haferflocken und Quark. Klingt komisch, klappt aber hervorragend, und ist, zumindest für Freunde von Brot mit etwas Biss, durchaus lecker. Solltet Ihr allerdings eher zur Weißbrot-Fraktion gehören, seid Ihr hier falsch und müsst diesen Blog jetzt leider verlassen 😉

Also, mit der sehr einfachen Kombi von Haferflocken, Quark und Eiern lässt sich nicht nur Brot backen, sondern auch Brötchen und sogar etwas, was man GANZ ENTFERNT mit Toastbrot vergleichen kann. Ich finde alle Varianten mega lecker und backe sie mir reihum auf Vorrat, friere dann alles ein und taue die Brötchen oder Brotscheiben dann nach Bedarf in der Mikrowelle auf. Schmeckt wie frisch. Das „Toast“ kann man sogar tiefgefroren scheibenweise in den Toaster stecken und mit der Defrost-Funktion gleichzeitig auftauen und toasten (oder einfach den Hebel zweimal runterdrücken).

Das Ursprungsrezept stammt aus der ww-Ecke, wo es als „0-Punkte-“ oder „Sattmacher-Brötchen“ bekannt ist. Um das hier mal klarzustellen: Natürlich haben auch Haferflocken, Quark und Eier Kalorien. Allerdings wird diese Zusammenstellung durch den hohen Eiweißgehalt vom Körper ganz anders aufgenommen als z.B. die Kombination Weißmehl/Fett/Zucker, die in den meisten industriell hergestellten Broten drin ist.

Ins Originalrezept der ww-Brötchen kamen ausschließlich Haferflocken, Quark und 4 Eier rein. Wenn man, wie in diesem Rezept, noch etwas geriebene Möhre/Apfel/Zucchini ergänzt, wird das Brot oder die Brötchen lockerer und saftiger  und man benötigt nur 2 Eier. Geschmacklich erinnern mich die Haferbackwaren an helles, körniges Vollkornbrot. Solltet Ihr also Zöliaker sein oder einfach Brot und Brötchen suchen, die nicht dick machen, gut schmecken, glutunfrei sind und nur gute Zutaten enthalten – probiert es unbedingt aus!

Für ein Brot oder 10 kleine Brötchen braucht Ihr:

250 g zarte Haferflocken

250 g kernige Haferflocken

1 Tüte Backpulver

(optional zusätzlich 1 TL Natron)

1 TL Salz

500 g Magerquark

2 Eier

2-3 geriebene Möhren (oder zwei kleine mit der Schale geriebene Äpfel,  oder 2 kleine geraspelte Zucchini)

optional etwas Leinsamenschrot oder ein paar Kerne/Körner nach Geschmack

1 kleiner Schuss Wasser

Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Alle Zutaten miteinander gut verkneten, etwas Wasser zugeben, wenn der Teig arg fest scheint. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen (ich mache es immer nass, knülle es dann zusammen und lege dann damit die Form aus, dann ist es nicht so rutschig) und den Teig hineingeben. Wer mag, streut noch ein paar Deko-Haferflocken oben auf das Brot. Für eine Stunde auf mittlerer Schiene backen, dann das Brot noch etwa 20 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen (Kochlöffelstiel in die Tür klemmen).  Dann herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen und genießen.

Als Brötchen-Variante formt Ihr einfach 10 kleine Brötchen aus dem Teig, legt sie aufs Blech mit Backpapier und backt sie bei 180 Grad ca. 30 Minuten. Sie sollten goldbraun sein, nicht zu blass, sonst sind sie innen noch klitschig. Auch gerne hinterher noch 10-15 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen!

Für die Toast-Variante nehmt ihr

250 g zarte Haferflocken

250 g Quark

2 Eier

250 ml Wasser

1/2 Tüte Backpulver

1/2 TL Salz

Alles mit einer Gabel zu einem streichfähigen Teig vermischen und dünn auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Bei 180 Grad ca. 25 Minuten backen. Abkühlen lasse, dann mit einem scharfen Messer oder Pizzarad in Stücke schneiden. Das Backpapier lässt sich am besten einzeln von den Stücken abziehen!

 

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