Linsencurry

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Ab morgen oder übermorgen soll ja der Frühling auch temperaturtechnisch so richtig Gas geben, daher habe ich mal die (hoffentlich) letzten Schmuddeltage für ein weiteres Rezept aus meiner Winter-Lieblingsrubrik ‚Currys‘ genutzt. Es gab (mal wieder) Linsencurry – da könnte ich mich reinlegen und drin wälzen! Da Linsen aber so kleben, habe ich es doch lieber aufgegessen – und natürlich der Familie was abgegeben 🙂
Ich nehme mal an, für die Inder ist Linsencurry so was wie für die meisten Deutschen die gute alte Erbsensuppe. Also Hausmannskost, die bei jedem Aufwärmen besser wird und für die jede anständige Hausfrau ihr ganz eigenes, perfektes Rezept hat. Was das angeht, bin ich wohl mit ein paar indischen Genen zur Welt gekommen, denn Erbseneintopf gibt es bei mir irgendwie nie, Linsencurry dafür häufig. Falls Ihr als ‚anständige‘ deutsche Hausfrauen noch kein eigenes Rezept für Linsencurry habt, dürft Ihr gerne mal meins ausprobieren!
Ich nehme abwechselnd verschiedene Linsenarten. Wenn mir nach etwas Biss ist, verwende ich rote Linsen, die sind auch farblich sehr schön und in 10 Min. gar. Diesmal waren es Berglinsen, die brauchen zum Kochen ca. 40 Minuten, werden dafür aber schön „linsig“, das heißt sie zerkochen optisch nicht so, sind aber innen eher weich. Probiert aus, was Euch schmeckt.

Linsencurry (für 4 sehr hungrige Personen)
400 g Linsen
1,5 Liter Wasser
1 EL Öl oder Ghee
2 TL Kreuzkümmel, grob gemörsert
2 Zwiebel(n), fein gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL Ingwer, frischer, sehr fein gehackt
4 EL Kokosraspel
1 Dose Tomaten, gewürfelt
1 TL Kurkuma
1 Prise Chilipulver
2 TL Salz
150 ml Milch
1 Prise Zucker
etwas Zitronensaft
½ TL Koriander
1-2 TL Garam Masala  (indische Gewürzmischung)
Die Linsen unter fließendem Wasser waschen, bis das Waschwasser klar bleibt. Danach in 1,5 Liter Wasser bei mittlerer Hitze aufkochen und bei geöffnetem Topf (Vorsicht – kocht schnell über!) auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.
In einer großen Pfanne oder einem Wok das Fett erhitzen und die fein gehackte Zwiebeln, den gehackten Knoblauch sowie den Kreuzkümmel darin kurz anbraten, bis es schön durftet. Den Ingwer und die Kokosraspeln zugeben und etwa eine Minute weiterbraten – Vorsicht, die Kokosraspeln brennen leicht an! Die Tomaten hinzufügen, bei geschlossenem Deckel etwa 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Linsen und die Milch hinzufügen und mit Kurkuma, Chili, Salz und einer Prise Zucker würzen. Alles ca. 10-15 Minuten lang auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Kurz vor dem Servieren mit Koriander und Garam Masala nachwürzen und mit etwas Zitronensaft abschmecken.
Zum Servieren einen Kleks Joghurt auf jede Portion geben.
Dazu passt vorzüglich das Naan-Brot aus dem vorigen Post oder einfach Basmati-Reis.

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